Ach, wie praktisch wäre es, ein Auto zu besitzen. Denkt sich so mancher Bahn- und Fahrradfahrer – und resigniert angesichts der leeren Haushaltskasse. Aber spätestens, wenn der Job oder der Familienzuwachs es verlangt, muss eine motorisierte Lösung her, z.B. durch das Leasen eines Wagens.
Aber genauso wie beim Kauf, sollte man auch beim Leasing das Budget erst einmal genau analysieren. Nicht selten entpuppt sich ein scheinbar günstiges Angebot im Nachhinein als sehr viel teurer.
Die Regeln des Leasing
Für Leasing-Anfänger deshalb erst einmal Grundsätzliches: Leasingverträge werden durch das Bundesgesetz über den Konsumkredit (KKG) geregelt. Eine Gesellschaft kauft einem Hersteller Autos ab, um diese an Leasingnehmer weiter zu vermitteln. Der verpflichtet sich im Gegenzug einen vertraglich festgelegten Betrag über einen bestimmten Zeitraum zu zahlen. Und nur solange der Leasingnehmer den im Vertrag bestimmten Restvertrag auch zahlt, kann er das Auto behalten. Ansonsten kann die Leasinggesellschaft das Auto zurückfordern und an jemand anderen vermieten.
Die Methode ermöglicht es also, auch ohne viel Eigenkapital über ein Fahrzeug zu verfügen. Vorausgesetzt, man ist über 18 Jahre und berufstätig. Die Höhe des Vertrages bemisst sich über den Fahrzeugpreis, die Vertragsdauer, die Anzahl der jährlich gefahrenen Kilometer und den Restwert des Fahrzeuges. Ob Bearbeitungsgebühren anfallen, ist von Agentur zu Agentur verschieden, und auch, ob eine Garantie hinterlegt werden muss. Grundsätzlich sollen aber nur solche Personen einen Wagen leasen, die, auch wenn sie sich kein eigenes Auto leisten können, doch über finanzielle Mittel verfügen. Ein solches Verfahren ist also nicht zu empfehlen, wenn es zu einer Verschuldung führen könnte.
Vorteile und Nachteile
Vorteil des Leasing-Verfahrens ist jedenfalls, dass meist nur Kosten für die Nutzung des Wagens anfallen. So wird Geld, das Vorhanden ist, nicht durch den Kauf eines Autos blockiert, und kann anderweitig investiert werden.
Allerdings muss der Kunde auch dann die Leasing-Raten weiter zahlen, wenn das Auto z.B. durch einen Unfall beschädigt wurde. Also alle Kosten wie Gebühren, Unterhaltskosten, Pflichtversicherung und die zusätzlich zur Vereinbarung gefahrenen Kilometer.
Außerdem sollte ein ein Leasing-Anbieter über die finanziellen Konsequenzen bei einer Kündigung und den Restwert des Autos aufklären. Tut er das nicht, ist das ein Zeichen mangelnder Seriosität. Beim Abschluss eines Vertrages ist grundsätzlich Vorsicht geboten und Kontrolle besser. Denn es gibt auch Gesellschaften, die versichern, dass laufende Vollstreckungsverfahren und bestehende Schulden keine Rolle spielen, aber die dann solche doch zum Anlass nehmen, um den Vertrag schnell wieder zu kündigen. Und auch wenn niedrige Monatsraten versprochen, zusätzliche Kosten aber verschwiegen werden, ist das ein Grund zur Skepsis. Kunden sollten nicht zögern, einen Vertrag und auch die Schlussrechnung von einer Rechtsschutzversicherung oder anderen kompetenten Personen prüfen zu lassen.
Auf jeden Fall sollten Leasing-Nehmer ihr Budget genau berechnen. Und auch ein verringertes Einkommen und unerwartete Ausgaben einkalkulieren. Auf jeden Fall müssen Kunden fähig sein, die Kosten für Unterhalt und Vollkaskoversicherung während des gesamten Leasing-Zeitraumes zu zahlen. Dann kann das Leasing eine lohnende Sache sein.