Wenn mal wieder Ebbe in der Kasse herrscht und man trotzdem dringend einen fahrbaren Untersatz benötigt, sollte es nach Möglichkeit ein verlässlicher, preisgünstiger Gebrauchtwagen sein. Doch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist stets Vorsicht geboten: Hinter den vermeintlichen Schnäppchen verbergen sich leider immer öfter Betrüger, die in Wahrheit weder ein Auto kaufen noch verkaufen wollen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Maschen.
Die beliebtesten Maschen
Eine derzeit besonders beliebte Betrugsvariante funktioniert wie folgt: In den einschlägigen Internet-Portalen werden durch den Betrüger Autos angeboten, wobei allerdings die angegebene Telefonnummer nicht funktioniert. Versucht ein Interessent daraufhin per Mail Kontakt aufzunehmen, kriegt er meist auch eine Antwort. Diese kommt dann von einem Verkäufer, der irgendwo im Ausland sitzt und sein Auto – aus welchen Gründen auch immer – schnell verkaufen möchte. Dabei sind Länder wie Großbritannien, Holland, Luxemburg, Japan oder Nigeria besonders beliebt. In gebrochenem Englisch verspricht er, das Schnäppchen gern gegen Vorkasse zu liefern. Sollte man dann mit dem gelieferten Auto nicht zufrieden sein, wird sogar die Möglichkeit einer Rückbuchung angegeben. Das ist natürlich kompletter Humbug! Diese freche Masche funktioniert auch anders herum: Es kann nämlich vorkommen, dass man als Verkäufer eines Gebrauchtwagens angeschrieben wird und ein potenzieller Abnehmer aus dem Ausland verspricht, einen Verrechnungsscheck für das Auto zu übermitteln. Danach würde der Wagen dann abgeholt. Tatsächlich kommt aber ein Scheck über eine wesentlich höhere Summe an und der angebliche Käufer bittet darum, dass man selbigen innerhalb der nächsten Tage einlösen möge und anschließend den Überbetrag an ein bestimmtes Bankkonto zurückbucht. Was sich erst auf den zweiten Blick feststellen lässt: Der Scheck ist eine Fälschung! Und nach einer Überweisung des Überbetrags macht sich der Betrüger mit dem Geld aus dem Staub. Also: Augen auf beim Auto(ver)kauf!
