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Richtlinien

Dekra-Mängelreport

Die DEKRA ist eine Prüfstelle für Autos, die regelmäßig Studien und Mängelberichte durchführt.

Wie in den Vorjahren werden im aktuellen DEKRA Mängelreport die Qualität und Zuverlässigkeit von 125 Fahrzeugtypen im kritischen Vergleich dargestellt.
Dies geschieht auf der Basis von 15 Millionen Hauptuntersuchungen.

Unternehmen

Dabei beschritt Dekra –  international tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart, das sich nicht nur in der Bewertung von Automobilen profiliert hat – in diesem Jahr einen anderen Weg und wendete ein neues Konzept bei der Untersuchung von Gebrauchtwagen an. 

Die Gesellschaften der Dekra sind in die vier Business Units DEKRA Automotive, DEKRA Automotive International, DEKRA NORISKO Industrial sowie DEKRA Personnel unterteilt. Zu den vielfältigen Dienstleistungen der Gesellschaft zählen Fahrzeugprüfungen, Schadengutachten, unfallanalytische und technische Gutachten, Industrie-Prüfdienstleistungen, Aus- und Weiterbildung, Zeitarbeit, Out- und Newplacement, Zertifizierungen, Fleetservices, Full-Service-Leasing, Umweltdienste, Materialprüfungen, Baugutachten, Consulting und Fachpublikationen.

In Europa und darüber hinaus erwirtschaften mehr als 16.100 Mitarbeiter einen Umsatz von jährlich über 1,3 Milliarden Euro. Der Name Dekra im Bereich der Automobilbewertung ist hierzulande bekannt und anerkannt und bürgt für Qualität der Fahrzeuguntersuchung.

Aktueller Bericht

Als eindeutiger Sieger im diesjährigen Mängelranking 2008 schnitt der BMW 1er ab. „Der kompakte Bayer überzeugt mit der niedrigsten Mängelquote überhaupt“ – ist auf der Internetseite zu lesen.

Von 3811 geprüften Fahrzeugen dieses Typs mit bis zu 30.000 Kilometern auf dem Zähler waren 97,8 Prozent ohne relevante Mängel.
In die Auswertung der Daten gingen nur die Mängel ein, die konkrete Hinweise auf die technische Qualität des Fahrzeugs geben.

Beanstandungen, die den guten oder schlechten Wartungszustand eines Autos widerspiegeln, wie beispielsweise abgelaufene Verbandskästen,  beschädigte Außenspiegel oder fällige AU, wurden nicht in die Untersuchung einbezogen.
Bei der Qualität von Gebrauchtwagen kommt es auf die gefahrenen Kilometer an, nicht auf das Alter – das hat die Dekra-Studie jetzt berücksichtigt. 

Auswertungskriterien

Die Sachverständigenorganisation setzte in diesem Jahr völlig neue Vorgaben für den Mängel-Report.
Erstmalig wurden Fahrzeugmängel nicht mehr nach dem Alter, sondern nach der Laufleistung eines Fahrzeugs erfasst. Ausgewertet wurden sieben Fahrzeugklassen mit jeweils drei Laufleistungsgruppen.

Darüber hinaus berücksichtigte die DEKRA nur solche Mängel, die eine Aussage über die technischen Qualität des Gebrauchtwagens treffen. Wartungsbedingte Mängel, wie abgefahrene Reifen wurden außen vor gelassen.
Durch diese Neuerungen in der Erhebungsform wird der Mängelreport zu einem Vergleichswerkzeug, dass alle Bedingungen an eine Messung erfüllt.

Die Hauptkriterien, die eine Erhebung erfüllen sollte, und die im Falle der Dekra-Auswertung 15 Millionen Fahrzeugprüfungen in den Jahren 2006 und 2007 beinhaltet, sind: Objektivität, Validität und Reliabilität. 
Objektivität bedeutet, dass die Messung frei sein sollte von subjektiven Faktoren und daher am besten von unabhängigen Dritten durchgeführt werden sollte.
Das zweite Kriterium der Validität ist gegeben, wenn sich die Messung als gültig erweist.

Die Reliabilität meint die Zuverlässigkeit der Messung, die vorhanden ist, wenn über einen längeren Zeitraum stabile Ergebnisse erhoben werden.
Als Nebenkriterien für den Einsatz bestimmter Messverfahren gelten: Ökonomie, Normierung, Vergleichbarkeit, Nützlichkeit. Ökonomisch meint, dass die Messung nur so umfangreich wie nötig sein sollte. Die Normierung macht die Daten mit anderen Verfahren vergleichbar und natürlich sollte für das Unternehmen ein greifbarer Nutzen entstehen.

Für Dekra gilt: das Emblem ist ein international bekanntes und anerkanntes Gütesiegel.

Zwei verschiedene Untersuchungsgruppen

Für die Untersuchung wurden erstmalig zwei Laufleistungsgruppen gebildet, die einen Vergleich  innerhalb der Fahrzeugklasse möglich machen.

Für Minicars, Kleinwagen und Fahrzeuge der unteren Mittelklasse wurden die Kategorien null bis 30.000 Kilometer, bis 60.000 Kilometer und 90.000 Kilometer gebildet.
Für größere Fahrzeuge, die in der Regel weiter gefahren werden, galten andere Parameter: Bis zu 50.000 Kilometer, 100.000 oder 150.000 Kilometer.

Innerhalb dieser Gruppierungen kann der Autointeressent gezielt die Vor- und Nachteile  verwandter Modelle abwägen.
Dies verhindert unrealistische Vergleiche, wie etwa den eines wenig gefahrenen Kleinwagens mit einer häufig genutzten Limousine.
So wird die Mängelbilanz in einer Fahrzeugklasse nicht von den Fehlerquoten anderer, nicht vergleichbarer Fahrzeugklassen beeinflusst.

Für deutsche Autobauer liefert der Dekra-Mängelreport ein gutes Ergebnis: Gebrauchtwagen von hiesigen Herstellern haben weniger Mängel als ihre ausländischen Konkurrenten. Qualität zahlt sich (immer noch) aus.
Die deutschen Fabrikate belegten 14 der insgesamt 21 ersten Plätze.

Platzierungen

Vier Top-Platzierungen für BMW, Audi und Volkswagen sind auszumachen, zwei für Skoda und Seat, die als selbständige Marken des Mutterkonzerns VW agieren.

Nach Laufleistung ergibt sich folgendes Ranking: Der Gewinner ist der BMW Einser in der Kategorie bis 30.000 Kilometer, der Skoda Octavia steht auf dem Siegertreppchen in der Disziplin bis 60.000 Kilometer und der Golf V ist strahlender Erster in der Rubrik bis 90.000 Kilometer.

In der längeren Laufleistungskategorie, die in Abstände von 50.000 Kilometer geteilt ist, waren die Sieger: Seat Altea bis 50.000, Audi A8 bis 100.000 und der BMW 5er in der letzten Gruppe der am weitesten gefahrenen Automobile mit bis zu 150.000 Kilometern.

Damit ließen die deutschen Markenhersteller die japanischen Fabrikanten hinter sich.
Die ausländischen Konkurrenten schnitten mit dem Mazda 3, dem Toyota Corolla und Hyundai Tucson gut ab. Sie schafften es auf die jeweiligen dritten Plätze, der Mitsubischi Colt rangiert auf Platz vier. 

Häufigste Mängel

Am häufigsten wurden bei allen analysierten Fahrzeugen Fehler in der Elektronik bemängelt.
Auch zur Untersuchung der technischen Mängel bildete DEKRA Gruppierungen.

Dabei unterteilten die Sachverständigen in fünf Bereiche, die für die Fahrzeugqualität wichtig sind. Fahrwerk/Lenkung, Motor/Umwelt, Karosserie/Rahmen/Fahrgastraum, Bremsanlage sowie Elektrik/Elektronik/Licht.
Die letzte Gruppe (Elektrik/Elektronik/Licht) war am anfälligsten für Mängel. Fast ebenso oft tragen Fehler an der Bremsanlage auf.

Verschlissene Bremsbeläge und -scheiben, defekte Fahrwerksteile, Ölverlust am Motor, beschädigte Windschutzscheiben, Beleuchtungsdefekte und verschlissene Wischerblätter gehören des Weiteren zu den häufigsten Mängelursachen.